santinis & friends

Pressemitteilung

Wir haben uns Freunde, Weggefährten und Bewunderte eingeladen. Lauter großartige Künstler*innen eben, die wir schon lange bei uns auf der Bühne sehen wollten.

santinis & friends startete am 24. September 2016 im Theater am Kudamm und wird regelmäßig fortgesetzt.

Zum Auftakt geht Schauspielerin Hanna Schygulla mit ihrem Abend 17/70 auf Zeitreise (24. September 2016, 20 Uhr). Die Schauspielerin, die Filme wie Die Ehe der Maria Braun oder Lili Marleen geprägt hat und gerade von Paris zurück nach Berlin gezogen ist, widmet Rainer Werner Fassbinder einen ganz persönlichen Abend aus Liedern und Poesie – und zeigt den vermeintlichen Regie-Berserker von ungeahnt sehnsüchtiger Seite.

Auch Olli Schulz ist erstmals solo, unverzerrt und lebensnah im Theater zu erleben. Spielt alte und neue Songs, erzählt Stories und zeigt obskure Filme. Alles muss, nichts geht. Und das an gleich vier Abenden hintereinander (5. bis 8. Oktober 2016, 20 Uhr). Die schlechte Nachricht: alle vier Konzerte waren binnen kürzester Zeit ausverkauft.

Die gute Nachricht: es gibt noch Tickets für Peter Licht. Der ist unermüdlich auf Tour um den Kapitalismus zu beenden – und unternimmt einen neuen Anlauf am Kudamm. Emotionale hört die Signale! Auf zum letzten Verzicht! heißt sein Konzert mit Lesung (21. Oktober 2016, 20 Uhr). Zu hören gibt es Songs aus seiner nunmehr 15 Jahre andauernden Karriere, in der er wie kein anderer das Lebensgefühl großstädtischer Twenty- oder Thirtysomethings in eine poetische Form gegossen hat.

Pasquale Aleardi & Die Phonauten beweisen dagegen, dass Deutschland allen anderslautenden Gerüchten zum Trotz auch funky sein kann. Und zwar am 27., 28. und 30. Oktober 2016. Mit ihrer Gute-Laune-Beschleunigungs-Musik begeistern Aleardi und seine musikalischen Mitstreiter nicht nur prominente Kolleginnen und Kollegen. Sondern jeden, der sich auf ihrem lässigen Retro-Sound einlässt.

Auch der gebürtige Hamburger und Bestseller-Autor Heinz Strunk gibt sich in Berlin die Ehre (29. Oktober 2016, 20 Uhr), um uns sein jüngstes Buch Der goldene Handschuh näher zu bringen – benannt nach der gleichnamigen, berühmt-berüchtigten Absturzkneipe auf der Reeperbahn. Dort findet in den 70ern der Frauenmörder Fritz Honka seine Opfer vor dem Fako (Fanta-Korn)…
Ein ganz besonderes Live-Lese-Erlebnis!

Max Goldt wundert sich souverän über dieses und jenes und alle dürfen zuhören – Schönes und Prachtvolles am 10. Februar 2017 um 20 Uhr.

Jochen Distelmeyer, vormals Frontmann der Hamburger Band Blumfeld, gibt mit Songs from the Bottom ein Akustikkonzert am Kudamm (11. Februar 2017, 20 Uhr). Zur Überraschung nicht weniger hat der Musiker und Romancier ein komplettes Album mit Liedern aus fremder Feder aufgenommen – darunter grandios-eigenwillige Versionen von Britney Spears’ Toxic, Lana Del Reys Video Games, Richard Ashcrofts Bitter Sweet Symphony, oder Radioheads Pyramid Song. Vor Überraschungen ist man bei Distelmeyer nie gefeit. Vor allem nicht live.

Rocko Schamoni und Tex Matthias Strzoda präsentieren Songs und Stories am 12. Februar 2017 um 18 Uhr.

Max Goldt beehrt uns abermals mit den schönsten und prachtvollsten Geschichten über vegane Kuchen, interviewmüde Rockerinnen, zwangsrasierte Hipster und Erotikdrehs im Zoo – Schönes und Prachvolles Vol. 2 am 20. Oktober 2017 um 20 Uhr.

Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner am 19., 21. und 22. Oktober 2017: Fünf Personen proben eine Wohltätigkeitsveranstaltung für eine Schule in Afrika. In ihren Reden und Wirkungsanalysen des Gesagten und Vorgeführten verheddern sie sich haltlos in ihrem Anspruch politischer Korrektheit, in Pauschalisierungen und Vorurteilen. Ein Abend über falsche Betroffenheit, echte Betroffenheit und inszenierte Betroffenheit mit Bjarne Mädel (Der Tatortreiniger), Iris Böhm, Vanessa Stern, Christian Kerepeszki und Max Landgrebe.

Heinz Strunk ist ebenfalls 2017 wieder zu Gast – in Die Jürgen Show erzählt er von Männern und Frauen und von dem, was zwischen ihnen nicht passiert. Komisch. Unerbittlich. Am 3. November 2017.

Robert Walsers Prosa macht traurig und glücklich. Walser ist immer sowohl als auch: gut und böse, zierlich und chaotisch, klein und groß, natürlich und künstlich. So könnte man auch Devid Striesow beschreiben, der mit dieser wunderbaren Lesung am 04. November 2017 um 20 Uhr beglückt.

Willy Nachdenklich ist der Macher der Facebook Seite Nachdenkliche Sprüche mit Bilder. Mit seiner „Vong-Sprache“ hat er nachhaltig die deutsche Internetsprache beeinflusst. Jetzt hat er sein erstes Buch geschrieben und bringt die unglaublich witzigen Geschichten daraus auf die Bühne – am 10. November 2017 um 20 Uhr.

Michael Mittermeier hat wieder sturmfrei und feiert die wildeste Party der Stand-up-Comedy. Unauffällige Serienkiller, auffällige Politiker, Modelleisenbahnbesitzer, Geteerte und Gefederte, Obama, Putin, Bush, ein nordkoreanischer Diktator, der G7-Bürgermeister, Winnetou, Meister Yoda und ein Wiener Pandabär… alle geben sich hier die Klinke in die Hand. Wild – am 17. November 2017 um 20 Uhr.

Für sein Bühnenprogramm Der Magier ließ sich Thimon von Berlepsch von seinen alljährlichen Weltreisen inspirieren. Anekdoten und Fotografien seiner Erlebnisse fließen in den Abend mit ein und werden von verblüffenden Zauberkunststücken und Hypnosekostproben begleitet. Ein außergewöhnlicher Abend am 18. November 2017 um 20 Uhr.

„Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, so Konstantin Wecker, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen einsetzt. Nun setzt der Münchner Liedermacher mit zwei kongenialen Mitstreitern an seiner Seite als Trio am 2. Februar 2018 um 20 Uhr zu einem besonderen musikalisch-poetischen Liebesflug an. Neben seinem langjährigen Bühnenpartner und Alter Ego am Klavier, Jo Barnikel, wirkt die Cellistin Fany Kammerlander bei seinem aktuellen Trio-Programm mit.

Über Ankündigungen und Vorberichte würden wir uns sehr freuen.

Gerne vermitteln wir auf Wunsch auch Interviews mit den beteiligten Künstler*innen.
 

Pressekontakt

Saskia Vrgoc
saskia@santinis.de

+49 30 23919255
+49 178 6841045

Pressebilder

17/70 – Eine Zeitreise
Hanna Schygulla denkt an R.W. Fassbinder

Foto: Bruna Bertani, Verlagsarchiv Schirmer/Mosel

Olli Schulz solo

Fotos: Oliver Rath

Peter Licht: Emotionale hört die Signale! Auf zum letzten Verzicht!

Fotos: Christian Knieps

Pasquale Aleardi & die Phonauten

Foto: Oliver Betke

Heinz Strunk: Der goldene Handschuh

Fotos: Dennis Dirksen

Max Goldt: Schönes und Prachtvolles

Foto: Billy & Hells

Jochen Distelmeyer: Songs from the Bottom

Fotos: Sven Sindt

Rocko Schamoni & Tex Matthias Strzoda: Songs & Stories

Fotos (v.l.n.r.): Kerstin Behrendt, Dorle Bahlburg

Benefiz – Jeder retter einen Afrikaner

Foto: Sascha Kreklau / Theater Duisburg

Heinz Strunk: Die Jürgen Show

Foto: Dennis Dirksen

Devid Striesow liest Martin Walser

Foto: Stefan Klüter

Willy Nachdenklich: Nachdenkliche Sprüche mit Bilder

Michael Mittermeier: Wild

Foto: Manfred Baumann

Thimon von Berlepsch: Der Magier

Foto: Bernd Brundert

Konstantin Wecker Trio

Foto: Thomas Karsten

Alle Fotos sind copyrightfrei für produktionsbezogene PR bei Angabe des jeweiligen Urhebernachweises

Alles muss glänzen

Pressemitteilung
 
 
santinis production bringt Licht in finstere Zeiten!

Mit Noah Haidles leuchtender Untergangs-Komödie Alles muss glänzen feiern wir den Glauben an das bessere Morgen. Regie bei dieser nunmehr fünften santinis-Produktion führt Ilan Ronen (Eine Familie). Maria Furtwängler ist in ihrer ersten Hauptrolle am Theater zu erleben. In weiteren Rollen spielen Ludger Pistor, Anna Stieblich, Jerry Hoffmann, Sarah Alles sowie Daniel Mühe.
Vor dem Küchenfenster schwappt die große Flut. Drinnen probiert Rebecca zu Evergreens aus dem Wunschradio ein neues Flunderrezept. Die Familie muss ja versorgt werden. Auch wenn sie bloß noch als Wunschbild existiert… Doch bald schon werden alle wieder um den Tisch versammelt sein. Davon ist die treusorgende Mutter überzeugt.

Alles muss glänzen wurde 2015 von Theater heute zum besten ausländischen Stück des Jahres gewählt. Noah Haidle – dessen Stücke Mr. Marmelade, Lucky Happiness Golden Express oder Götterspeise bereits erfolgreich in Deutschland liefen – ist noch nie in Berlin aufgeführt worden.

Regisseur Ilan Ronen – dessen Inszenierung von Tracy Letts’ Eine Familie für den Friedrich-Luft-Preis nominiert war – lässt mit einer singenden und swingenden Maria Furtwängler in ihrer ersten Theater-Hauptrolle Haidles absurden Humor funkeln. Alles muss glänzen!

Alles muss glänzen – The Homemaker feiert am Samstag, 25. Februar 2017 Premiere im Theater am Kurfürstendamm. Danach ist das Stück en suite bis zum 26. März 2017 zu sehen. Der Vorverkauf läuft ab sofort, Karten sind online  und unter 030 88591188 erhältlich.

Wir freuen uns über Ihre Ankündigungen.
Für Rückfragen, Interviewwünsche und Ähnliches stehen wir gerne zur Verfügung.
 
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Pressebilder

Fotos: Marcel Weisheit

Szenenfotos

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Fotos: Katarina Ivanisevic

Alle Motive sind copyrightfrei für produktionsbezogene PR bei Angabe des Urhebernachweises

Pressekontakte

Saskia Vrgoc
saskia@santinis.de
Vanessa Jürcke
vanessa@santinis.de

+49 30 23919255 / +49 178 6841045

Stellungnahme zur Situation des Theaters am Kurfürstendamm

Alle reden vom Abriss. Wir nicht.

Zum jüngsten Wirbel um eine mögliche Räumung der Kudamm-Bühnen möchten wir als Company santinis nicht schweigen.

Wir wollen weder die juristischen Verhandlungen kommentieren. Noch den Umstand, dass ausländischen Investoren in Berlin mittlerweile jeder Freibrief gewährt wird.

Wir wenden uns allerdings entschieden gegen den herrschenden Irrglauben an die Alternativlosigkeit der Situation. Beide Theater müssen erhalten bleiben. Es braucht nur eine entsprechende Vision.

Die kulturpolitischen Entscheider der Stadt haben die Kudamm-Bühnen schon lange abgeschrieben. Vor allem Kultursenator Michael Müller und Kulturstaatssekretär Tim Renner machen keinen Hehl daraus, dass sie die Woelffer-Theater für vorgestrig halten.

Das mag man so sehen.

Wobei die dortigen Produktionen verlässlich ihr Publikum finden – und wir nichts als Respekt vor der Lebensleistung der Familie Woelffer haben. Nicht alles Altmodische muss entsorgt werden. Und nicht jeder Neuanfang beginnt mit der Abrissbirne.

Als santinis mieten wir seit 2013 regelmäßig das Theater am Kurfürstendamm und etablieren dort einen modernen Begriff von Unterhaltungstheater. Produktionen von Broadway-Hits wie „Eine Familie“ von Tracy Letts haben bewiesen, dass auch ein Kudamm-Publikum offen für andere Stoffe ist. Und dass sich dort neue Zuschauer gewinnen lassen.

Momentan läuft mit Erfolg unsere Reihe „santinis & friends“, die Künstler wie Olli Schulz, PeterLicht, Heinz Strunk, Jochen Distelmeyer, Max Goldt oder Rocko Schamoni an den Kudamm führt. Bislang – das nur am Rande – war noch jeder von ihnen von der Atmosphäre des Oskar-Kaufmann-Saals und der Kompetenz sämtlicher Gewerke des Hauses hingerissen.

Im kommenden Februar wird Maria Furtwängler in unserer Produktion von Noah Haidles „Alles muss glänzen“ spielen. Wiederum ein Stück, das sich dem Kudamm-Klischee vom seichten Amüsement widersetzt.

Der „Boulevard, der dem heutigen Berlin entspricht, gern auch am Kurfürstendamm“, von dem Tim Renner in einem Interview geredet hat, ist nicht nur theoretisch möglich. Er existiert bereits.

Wie gern wird in Berlin der Aufschwung der City West beschworen und gefeiert. Warum werden – gerade von kulturpolitischer Seite – nicht auch die Kudamm-Bühnen entsprechend gedacht? Als kulturelle Zentren des Westens, in denen Theater nach Broadway- und Westend-Art gepflegt wird.

Als unabhängige Company, die von Schauspielern für das selbstbestimmte Arbeiten von Schauspielern gegründet wurde, halten wir selbstverständlich jede Schließung eines Theaters für ein Fanal. Eine Räumung der Kudamm-Bühnen wäre in unseren Augen allerdings besonders bitter. Eben nicht nur, weil sie auf eine 95-jährige Geschichte blicken. Sondern vor allem, weil sie eine prosperierende Zukunft haben könnten.

Weder Räumung noch Abriss sind unabwendbares Schicksal. Sofern der kulturpolitische Wille vorhanden wäre, ließe sich ein Erhalt der beiden Traditionsbühnen für ein Theater von heute nach wie vor durchsetzen.

Dafür setzen wir uns als santinis ein.